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LR

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

 

Die Substitutionsbehandlung mit ärztlich verschriebenen Opioiden hat wie kaum eine andere Therapiemethode zu Kontroversen mit Mythenbildungen, Missverständnissen und gegenseitigen Beschuldigungen zwischen verhärteten ideologisierten Positionen geführt.

 

Nach Jahrzehnten prekär gestalteter Versorgungsverhältnisse für opioidabhängige Menschen setzen sich nun glücklicherweise medizinisch-therapeutisch geleitete Behandlungsmethoden und -strukturen als vorrangige Strategien im Umgang mit dieser chronischen Erkrankung durch. Die Grundhaltungen moderner Suchttherapie sind Sorgsamkeit, Partnerschaftlichkeit, Transparenz und Realitätsbezogenheit.

 

Alle in der Substitutionstherapie Tätigen verrichten ihre Arbeit auf der Grundlage umfassend wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse. Daher erfüllt die Substitutionstherapie den Anspruch auf einen realitätsbezogenen human-pragmatischen Ansatz.

 

Transparenz schafft Entängstigung bei allen Beteiligten, so kann Substitutionstherapie einladend für eine Gruppe von Menschen sein, die von ihrer Umgebung das Schlimmste erwartet und sich dadurch destruktiv verhält.

 

Partnerschaftliches Verhandeln von Behandlungszielen entsteht durch ein klares Rollenverständnis und Fachwissen auf Seiten der Ärztinnen und Ärzte, das klare Bekenntnis zu Gesundheitszielen schafft Sorgsamkeit ohne Kontrollzwänge.

 

In diesem Sinne wird diese CHECKLISTE SUBSTITUTION einen klaren fachlichen Rahmen für alle Kolleginnen und Kollegen schaffen, um diese anspruchsvolle und lohnende Arbeit  in angemessener Sicherheit zu leisten.

 

Mit kollegialen Grüßen

Ihr

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Prim. a.o. Univ.-Prof. Dr. Martin Kurz

Zentrum für Suchtmedizin an der

Landesnervenklinik Sigmund Freud